VOCK YOU! - ich gegen das Leben

Archiv: Dezember 2011

An einem nasskalten Dezembermorgen dieses Jahres hatte ich die Gelegenheit, auf einer Kirmes in Uelzen eine Wahrsagerin zu konsultieren. Was ich dort in der Kugel der Wahrsagerin für das Jahr 2012 gesehen habe, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Eines Abends wollte ich gerade Altglas wegbringen, als ich am Flaschencontainer zwei Gestalten stehen sah. Die beiden sahen irgendwie seltsam aus. Der eine hatte sich als Flughörnchen oder so etwas verkleidet, der andere trug einen knallengen Einteiler mit einem roten S auf der Brust. Zuerst wollte ich die Polizei rufen – man weiß ja nie – doch dann schlich ich mich an die beiden heran, die anscheinend in ein Gespräch vertieft waren.

Ich stehe Essenseinladungen von anderen Menschen skeptisch gegenüber. Nicht, dass ich etwas gegen Essen an sich hätte. Ich halte das für durchaus sinnvoll, gerne auch im Beisein anderer. Nein, Unbehagen bei einer Essenseinladung bereitet mir eine ganz besondere Spezies Mensch. Denn dort, wo es etwas zu essen gibt, da ist einer nicht weit: der Weinkenner.

Der Mensch ist ein unstetes Wesen. Also natürlich bleibt der Mensch immer Mensch, das wäre ja noch schöner. Dennoch kann der Mensch sein Verhalten verschiedenen Situationen anpassen. Das hat ihm das Überleben gesichert. Heute ist das aber vor allem eines: lästig.

Zur Person
Christian Vock

Christian Vock


Freier Journalist und Perfektionist qua Geburt. Ob öffentlicher Nahverkehr, sinnloser Smalltalk oder die Unzulänglichkeiten des menschlichen Körpers - überall dort, wo das Leben schludert, regiert bei ihm Unbehagen. Dem Dasein begegnet er mit Misstrauen - und in diesem Blog.