VOCK YOU! - ich gegen das Leben

Archiv: August 2011

Journalisten lernen bei ihrer Ausbildung so einiges. So bekommen sie zum Beispiel beigebracht, dass man sich mindestens zwei Quellen suchen sollte, ehe man etwas behauptet. Möchte man zum Beispiel schreiben «Herr Schulze aus der Buchhaltung klaut», sollte man das nicht nur mit der Aussage von Herrn Stoppelkamp begründen.

Ich gehe nur ungern zum Frisör. Das liegt nicht daran, dass ich nicht einen gewissen Wert auf ein einigermaßen gepflegtes Erscheinungsbild bezüglich meiner Haartracht legen würde, sondern weil die meisten Frisöre eine Eigenheit teilen: Sie reden.

Um kaum ein anderes Thema macht der Mensch so ein Gewese wie um den Sommer. Erfüllt der Sommer nicht die Erwartungen, verfällt der Mensch in Wehklagen. Denn ein guter Sommer gilt als Allheilmittel für alles Mögliche. Ich aber sage zum Sommer: «Soll dich der Herbst holen!»

Der Grundstein des Übels wurde vor langer, langer Zeit gelegt. Der Mensch war gerade mit der Evolution beschäftigt und hatte es soeben geschafft, aufrecht zu stehen. Doch der Mensch dachte gar nicht daran, erst einmal die Vorzüge des Stehens zu genießen. Nein, ganz Mensch musste gleich was Neues her.

Zur Person
Christian Vock

Christian Vock


Freier Journalist und Perfektionist qua Geburt. Ob öffentlicher Nahverkehr, sinnloser Smalltalk oder die Unzulänglichkeiten des menschlichen Körpers - überall dort, wo das Leben schludert, regiert bei ihm Unbehagen. Dem Dasein begegnet er mit Misstrauen - und in diesem Blog.